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Selbstmedikation kann tödlich sein!

Ratgeber Tiermedizin –

Der Vierbeiner ist schlapp, frisst nicht oder hat sogar Schmerzen. So mancher Tierbesitzer möchte seinem Liebling jetzt schnellstmöglich helfen, damit es dem geliebten Tier wieder besser geht. Rasch wird die Hausapotheke durchsucht: Ibuprofen oder Paracetamol finden sich schließlich in fast jedem Haushalt. Doch Vorsicht: Was dem Menschen hilft, kann beim Tier eine ganz andere Wirkung haben – mit tödlichem Ausgang.

„Die Gabe von Ibuprofen oder Paracetamol beispielsweise führen bei Hunden und Katzen zu schweren Vergiftungen!“, warnt Tierärztin Sabrina Schneider von der aktion tier Tierrettung München. „Erst kürzlich hatten wir es mit einer kranken Katze zutun, deren Besitzer das Tier mit Ibuprofen Kindersaft therapiert hatte. Solch eine Selbstmedikation ist sehr gefährlich für das Tier!“, berichtet sie von einem aktuellen Fall der Tierrettung München.

Die Folgen einer falschen Medikamentengabe können für Tiere fatal sein und im schlimmsten Fall mit dem Tod enden. Das liegt auch daran, dass Tiere ganz andere Dosierungen bei den verschiedenen Erkrankungen benötigen als der Mensch. „Die Gabe von Medikamenten sollte grundsätzlich nur nach Absprache mit einem Tierarzt erfolgen!“, rät Tierärztin Sabrina Schneider. Dann ist man auch sicher, dass dem Vierbeiner wirklich nur Wirkstoffe verabreicht werden, die auch für Tiere zugelassen sind.

Doch was tun, wenn der Tierarzt schon zu hat? „Bei tiermedizinischen Notfällen ist die Tierrettung München rund um die Uhr erreichbar!“, erklärt Sabrina Schneider. „Und auch außerhalb unseres Einsatzgebietes gibt es meist einen tierärztlichen Bereitschaftsdienst, der an den Wochenenden und auch nachts einen Notdienst anbietet.“ Statt in die eigene Hausapotheke sollten Tierbesitzer:innen im Notfall also besser zum Telefonhörer greifen: sicher ist sicher.