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TASSO - Europas größtes Haustierregister Tier gefunden – was tun?

Ein Bericht von: Tasso

Pro Jahr gehen mehrere Hunderttausend Haustiere verloren. Nicht alle Vierbeiner finden alleine wieder nach Hause, und manche überleben ihren gefährlichen Ausflug auch nicht. Viele werden jedoch durch die Hilfe engagierter Tierfreunde wieder zusammengeführt. Doch was sollte jemand tun, der ein Tier findet?

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, gibt Tipps. Zum Glück werden die meisten vermissten Tiere lebendig gefunden. Damit das gelingt, sind auch hier Tierfreunde nötig, die nicht wegschauen. Wem also ein Hund oder eine Katze zuläuft, der sollte ebenfalls TASSO informieren. Tierärzte und Tierheime haben in der Regel ebenfalls Lesegeräte, mit denen die Nummer des Transponders ausgelesen werden kann. Viele Hunde tragen zudem die TASSO-Plakette am Halsband, auf der eine individuelle Kennnummer vermerkt ist. So wird den Helfern der Weg zum Tierheim oder Tierarzt erspart. Sie können direkt bei TASSO anrufen und die Nummer durchgeben, anhand derer TASSO prüfen kann, wer der Halter des Tieres ist. Darüber hinaus ist es jedoch auch wichtig, einen Fund offiziell zu melden. Aus rechtlichen Gründen muss die zuständige Behörde (meist ist das das kommunale Fundbüro) oder nachts die Polizei über den Fund informiert werden. Wird der gefundene Vierbeiner ins Tierheim gebracht, übernehmen die Mitarbeiter dort diese Meldung.

Das Wichtigste ist, nicht wegzuschauen. Auch tote Tiere haben in der Regel einen Halter, der sich sorgt und unter der Ungewissheit leidet, nicht zu wissen, was mit seinem tierischen Freund passiert ist. Autofahrer sollten daher nicht einfach an einem Tier vorbeifahren, das regungslos im Straßengraben liegt. Natürlich sollten sie sich auch nicht in Gefahr begeben. Aber wenn der Verkehr es zulässt, können sie bei nächster Gelegenheit anhalten und prüfen, ob das Tier noch lebt. Ist das der Fall, kann es lebensrettend für das Tier sein, schnell zum Tierarzt gebracht zu werden. Wer keine Gelegenheit hat, das Tier selbst aufzunehmen und einen Tierarzt aufzusuchen, kann auch den nächsten Tierschutzverein oder die Polizei informieren. „Jedem Helfer, der nicht wegsieht, sondern handelt, gebührt Dank“, sagt TASSO-Leiter Philip McCreight. „Nur durch solche engagierte Tierfreunde gelingt es TASSO jährlich etwa 62.500 Tiere wieder mit ihren Menschen zu vereinen.“ Einen großen Anteil daran haben auch die registrierten ehrenamtlichen Suchhelfer. Sie erhalten für einen individuell von ihnen festgelegten Umkreis TASSO-Suchmeldungen und können so die Augen gezielt nach vermissten Hunden und Katzen offenhalten und die Meldungen verbreiten.

Tierschutzvereine sowie zahlreiche ehrenamtliche Gruppen, die sich über soziale Netzwerke organisieren, haben Transponder-Lesegeräte und können damit schnell feststellen, ob ein Tier gekennzeichnet ist. Mit einem Anruf bei TASSO kann dann dafür gesorgt werden, dass die Mitarbeiter der Notrufzentrale nach einer Abfrage in der TASSO-Datenbank die verzweifelten Halter zeitnah informieren.