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Leptospirose: Infektionserkrankung aus der Pfütze

Ein Bericht von: Von Julia Diels, Tierärztin

In München wird derzeit immer wieder vor "Leptospirose" gewarnt. Doch was ist das für eine Krankheit, wie erkennt man sie und wie kann man seinen Hund schützen?

Die " Leptospirose des Hundes" ist eine saisonal auftretende Infektionserkrankung, verursacht durch Bakterien. Meist im Spätsommer und Herbst finden sich in Pfützen und Wasserlachen mitunter solche gefährliche Bakterien. Auch in und im München wurden wieder einige Fälle bekannt, in denen sich Hunde mit Leptospiren infiziert haben.

Katzen sind von der Krankheit übrigens selten betroffen, sie sind eher Überträger und haben, wenn überhaupt, nicht so schwere Krankheitsverläufe. Wildtiere können auch betroffen sein, wobei eine Kontrolle oder Behandlung der Erkrankung bei Wildtieren äußerst schwierig ist.

Nicht immer ist eine Infektion mit Leptospiren problematisch für das Tier. Doch im schlimmsten Fall kann eine Infektion mit Leptospiren tödlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und intensiv therapiert wird. Der Erreger siedelt sich dann in verschiedenen Organen an, bei schweren Verläufen fallen vor allem Symptome einer Leber-, Nieren-und Lungenerkrankung auf, als auch Störungen der Blutgerinnung.

Erste unspezifische Anzeichen variieren stark und sind unter anderem Mattigkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Gelbfärbung der Schleimhaut, vermehrtes Trinken und häufiger Harnabsatz. Keines dieser Symptome ist so spezifisch, als dass es für eine Leptospirose beweisend ist. Nur durch einen Erregernachweis im Rahmen einer ausführlichen Diagnostik kann die Diagnose einer Leptospirose gesichert werden.

Die gute Nachricht: Es gibt inzwischen moderne Impfstoffe, die Hunde gegen die vier häufigsten pathogenen Leptospirenarten schützen. Nach einer Grundimmunisierung genügt die einmal jährliche Auffrischungsimpfung. Die Tierrettung München empfielt daher die Imfpfung einmal jährlich nach Impfschema.