Notruftelefon: 01805 TIERRE 01805 84 3773* * 0,14 Euro/Min aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 Euro/Min aus dem Mobilfunknetz

Blässhuhn wegen Angelhacken qualvoll verendet

Rettungseinsätze –

Immer wieder werden Wasservögel Opfer von Angelhaken und deren Schnüren, die sich bei der Futtersuche im Schnabel verfangen und so häufig einen aussichtslosen Todeskampf auslösen. Diese Tatsache konnte ich bei einem meiner Einsätze anhand dieser traurigen Bilder dokumentieren.

In diesem Falle war leider trotz sofortigem Einsatz der Tierrettung München vor Ort jede Hilfe vergeblich.

Das Tier war vor meinem Eintreffen bereits verendet. Durch die lange Schnur des Angelhakens verfingen sich Gestrüpp, Zweige und Wasserpflanzen am Schnabel des Blässhuhnes, so dass dies zwangsläufig zum Tod des Tieres führte. Der Angelhaken alleine (ohne Schnur) hätte wahrscheinlich bei diesem Tier so schnell nicht zum Tode geführt. Vielmehr war es die schwere Last der starken Zweige an der Angelschnur, die eine Schließung des Schnabels unmöglich machte. Die Futteraufnahme war demzufolge nicht mehr gewährleistet. Die völlige Entkräftung und Erschöpfung des Tieres führte dann zum qualvollen Tod. Mit etwas Besonnenheit und Weitsicht wäre dies zu vermeiden gewesen. Wünschenswert ist in solch einem Falle, dass man das Blässhuhn an der Angelschnur langsam zu sich heranzieht, aus dem Wasser nimmt und entweder es beim nächstgelegenen Tierarzt abgibt oder die Tierrettung München (aktion tier tierrettung münchen, Notrufnummer: 01805 84 37 73 (0,14 Euro/Min. bei Anrufen aus dem deutschen Festnetz, Anrufe aus dem Mobilfunknetz weichen ab)) zu Hilfe ruft. Wir von der Tierrettung München kommen dann an den See und versorgen den Wasservogel. Der Einsatz der Tierrettung München ist in solchen Fällen für den Angler bzw. für den Anrufer kostenlos.

 

 

Das Blässhuhn

(Fulica atra)

 

Als eine der bekanntesten Wasservögel ist das Blässhuhn, aus der Familie der Rallenvögel, kleiner als die den meisten bekannte Stockente, ist schwarz und hat einen leuchtend weißen Schnabel. Der weiße Fleck auf der Stirn (ein Hornfleck) verleiht dem Tier seinen Namen. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa, Osteuropa bis nach Nordafrika. Sogar in Sibirien und Australien sind Blässhühner zu finden. Am häufigsten findet man die etwas gedrungen wirkenden Tier in stehenden oder auch langsam fließenden Gewässern mit Sumpf- oder Auwaldgebieten. Das Revier wird meist paarweise im Frühjahr besetzt. Aus Pflanzenmaterial, Ästen und Halmen wird in Nähe des Ufergebüschs Nestbau betrieben und im April/ Mai werden Eier (meist bis zu zwölf Eiern pro Nest) gelegt. Die Brut, die von beiden Partnern durchgeführt wird, dauert ca. 23 Tage. Die geschlüpften Jungen haben zu Beginn einen roten Kopf, bleiben als Nestflüchter bis zu 60 Tage im oder am Nest und sind nach ca. acht Wochen flugfähig. Die Nahrung der Blässhühner, die gute Schwimmer und Taucher sind, besteht zum größten Teil aus Algen, Schilf, Wasserpflanzen, Schnecken, Insekten und Larven.