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Kleine Kätzchen verbrannt

Mathias Beyer

tierpost –

Eine achtlos weggeworfene Zigarette kann Leben kosten – zwei Katzenwelpen verloren ihr Leben – einem dritten musste der Schwanz amputiert werden.

Anfang August ereignete sich in Hochbrück ein folgenschweres Unglück für drei kleine Katzenbabys: Die achtlos in einen Holzstapel weggeworfene brennende Zigarette war laut Polizei Oberschleißheim die Ursache für den Brand eines Feldes auf Gemarkung Oberschleissheim. In dem Holzstapel lebten drei Katzenwelpen, für zwei kam jede Hilfe zu spät.

Die Polizei, die den Tod der zwei Welpen bestätigte, informierte die Tierrettung München e.V. Uns bot sich ein Bild des Jammers: dem verbliebenen lebenden Katzenwelpen, 170 g leicht, war ein Großteil der hinteren Körperhälfte angesengt, der Schwanz gar komplett verkohlt und nicht mehr vital. Wir versorgten das Kätzchen mit Schmerzmitteln und Infusion und transportierten es in die Chirurgische und Gynäkologische Tierklinik der LMU, wo es weiter versorgt wurde.

Im Münchener Merkur konnte man nun lesen, dass das Kätzchen mit dem Namen Holly sich gut erholt und verlor „nur“ sein Schwänzchen. In der Klinik wurde es mit Liebe und viel Streicheleinheiten bis zu einem Gewicht von 600 g aufgepäppelt. Es lebt inzwischen bei einem Tierarzt, wo es hoffentlich schnell das schlimme Erlebnis vergessen wird. Der Zeitung konnte man auch entnehmen, dass der Verursacher des Brandes eine „Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit“ bekommen hat, da man ihm nicht nachweisen konnte, dass er von den Katzenwelpen im Holzstapel gewusst hat.