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Hilfe für den kleinen "Raben"

von: Von Malgorzata Horvath

Rettungseinsätze –

Der Notruf kam von einem Hausmeister einer Münchner Grundschule. Er berichtete, dass erwachsene Raben ein Rabenjunges angegriffen hätten. Der Jungvogel sei zwar munter und würde von den Eltern verteidigt, aber der Mann hatte Sorge, dass es nicht mehr lange gutgehen würde.

Da man gesunde und nicht verwaiste Jungtiere in der Natur lassen sollte, empfahlen wir den Ästling erstmal weit weg und geschützt, aber in Hörweite der Eltern zu setzen. Bei den beschriebenen Vögeln handelte es sich sicher um Krähen und nicht Raben. Beide gehören zwar zu den den sehr intelligenten Rabenvögeln, aber Raben sind sehr viel größer und leben nicht in München.

Da die Kräheneltern die Rettungsaktion als Bedrohung missverstehen und ihr Kind mit Anflügen verteidigen könnten, empfiehlt es sich bei solchen Umsetzaktionen mit etwas in der Luft "rumzufuchteln", wie zum Beispiel mit einer Zeitung oder einem Schirm. Meistens sind die Eltern zwar sehr laut, bleiben aber in der Nähe und versorgen ihren Nachwuchs, sobald sich die Menschen entfernt haben.

Der Hausmeister hatte keine Probleme, den Kleinen einzufangen. Er entdeckte dabei, dass dieser bereits verletzt war, setzte ihn in einen Karton mit Luftlöchern und rief uns nochmal an.

Tatsächlich stellten wir dann bei der Untersuchung eine Verletzung innen und außen am Unterschnabel, mit einer Schwellung in der Schnabelhöhle, sowie leichte Abschürfungen am Rücken fest. Nach der Erstbehandlung und Fütterung des frechen Patienten brachten wir ihn in die Vogelklinik, wo er sehr bald zum Päppeln ins Tierheim überwiesen wurde.


Malgorzata Horvath

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