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Gefährlich für Vierbeiner: Frischer Zement

Für Katzen und Hunde, die auf Baustellen frei herumlaufen, kann das Laufen auf frischem Zement ernste Folgen haben.

Durch Zusatz von Wasser entstehen bei der Verarbeitung von Zement stark alkalische Lösungen. Wirken diese auf die Haut ein, kommt es zu heftigen Verätzungen. Die oberen Hautschichten sterben ab. Dies gilt für Menschen genauso wie für Tiere.

Außerdem trocknet Zement die Haut zusätzlich aus. Dabei entstehen feinste Risse. In diesen Hautöffnungen kann das Baumaterial seine ätzende Wirkung weiter ungehindert entfalten. Es kommt zu sehr schmerzhaften Entzündungen aller Bereiche, die mit dem Zement Kontakt hatten.

Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, müssen die betroffenen Stellen supergründlich unter fließendem lauwarmem Wasser abgespült werden. Die kleinen Hautrisse reinigt man am besten durch festes Rubbeln mit einer Nagelbürste. Da dieser Prozess mit heftigen Schmerzen für das Tier verbunden ist, muss in schwereren Fällen eine leichte Narkose eingeleitet werden. Im Anschluss können Schmerzmittel oder entzündungshemmende Substanzen die Phase des Heilungsprozesses erleichtern. Tiefe Verätzungen sollten zusätzlich mit einem Antibiotikum behandelt werden. Das unerlaubte Betreten der Baustelle bleibt bei oben geschilderter Therapie ohne weitere Folgen.