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Schützen Sie Ihren Hund! Gefahr in der Dämmerung

Ein Bericht von: Mathias Beyer

Jetzt, da sich das Jahr bereits wieder zum Ende neigt, die Tage somit kürzer und die Nächte wieder länger werden, stellt vor allem die Dämmerung und der Berufsverkehr die größte Gefahr für Mensch und (Wild-)Tier dar.

Laut Verkehrsunfallstatistik 2017 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle um 5,5% von 70.314 (2016) auf 74.215 im Jahr 2017 (Quelle: www.stmi.bayern.de). Der Städter in Ihnen wird jetzt vielleicht sagen: „Gut, aber doch nicht in München!“ – falsch! Auch bei der Tierrettung München e.V. steigt die Zahl der Verkehrsunfälle von Hund und Katze mit Beginn des Herbstes jedes Jahr immer wieder aufs Neue an.

Gegenseitige Schuldzuweisungen von Autofahrern und Tierhaltern bringen uns leider nicht weiter. Dementsprechend möchte ich vor allem die Tierhalter dazu aufrufen, Ihre Tiere in Dämmerung und Dunkelheit für die Auto- und Fahrradfahrer kenntlich zu machen. Was also können Sie tun?

  • Reflektoren am Tier anbringen, sowohl an Halsband und Leine oder gar ein Cape aus Neopren oder Biothane in einer knalligen Warnfarbe (gelb und orange)
  • blinkende oder leuchtende Halsbänder verwenden (teils mit Batterien oder mit Akku betrieben)
  • führen Sie immer eine Taschenlampe mit sich
  • nehmen Sie den Hund bei Gefahr oder auch generell an die Leine (Vorsicht ist besser als Nachsicht!)
  • gehen Sie auf gut beleuchteten Wegen

Bedenken Sie: Ihr Hund findet sich in der Dunkelheit auf Grund der Anatomie und Physiologie des Auges deutlich besser in der Dunkelheit zurecht als Sie selbst. Auch Sie als verantwortungsbewusster Tierhalter sollten Kleidung tragen, welche in der Dunkelheit gut sichtbar ist. Denn Verkehrsteilnehmer, die Ihren Hund zwar wahrnehmen, aber unter Umständen nicht das dazu gehörige Herrchen oder Frauchen, sind ebenso eine Gefahr für Leib und Leben. Kommt es nichts desto trotz zu einem Unfall mit einem Tier, sollten Sie immer auch die Polizei dazu heranziehen. Vor allem auch dann, wenn es um einen Wildtierunfall und den daraus resultierenden Schadensansprüchen geht. Für verletzte Haustiere und auch teils Wildtiere erreichen Sie die Tierrettung München wie gewohnt unter 01805 843773*.

Wildtiere wie Rehe, Füchse oder Wildschweine und weitere fallen unter das Jagdrecht und sind somit Eigentum des zuständigen Jagdpächters. Nehmen Sie ein verunfalltes Wildtier mit, machen Sie sich unter Umständen strafbar. Auch wir dürfen solche Tiere erst mit dem Einverständnis des zuständigen Jagdpächters medizinisch versorgen. Die Nummern der jeweiligen Jagdpächter sind bei den hiesigen Polizeiinspektionen, beim Veterinäramt oder der unteren Jagdbehörde hinterlegt. Ebenso finden Sie unter www.jagdbayern. de/jagdbare-wildtiere. Eine Liste von Tieren, die unter das Jagdrecht fallen.