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Hitze-Alarm Was machen Tiere im Sommer?

von: Alexandra Pfitzmann
Redaktion Tierpost

Ratgeber Haustiere –

Puh, ist das wieder heiß. In den letzten Jahren haben sich die sehr warmen Sommer durchgesetzt, sorgen für regelrechte Dürreperioden und lassen uns alle ganz schön schwitzen. Wir Menschen ziehen uns entsprechend sommerlich kühl an, trinken viel Wasser und essen gelegentlich ein erfrischendes Eis. Und die Tiere? Was können sie tun, um die Hitze erträglicher zu gestalten?

Tiere reagieren ganz unterschiedlich auf Hitze. Natürlich müssen auch sie ausreichend viel trinken. Stellen Sie daher immer sicher, dass ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht und wechseln Sie dieses auch am Tage aus, da sich bei wärmeren Temperaturen schnell Keime im Wasser bilden können. Katzen und Hunde haben ja aber auch noch Fell, das sie nicht einfach ablegen können. Zudem haben sie die Schwierigkeit, dass sie nicht über so viele Schweißdrüsen verfügen wie wir Menschen. Hier spielt das Hecheln über die Zunge eine ganz große Rolle. Durch das Verdunsten des Speichels im Rachenraum wird beim Hecheln für Kühle gesorgt. Katzen schlecken sich ihr Fell regelmäßig ab. Auch hier geht es um die Verdunstung des Speichels und damit der Feuchtigkeit.

Grundsätzlich ziehen sich Hund und Katze auch gerne in ein schattiges Plätzchen zurück, um die größte Hitzezeit des Tages zu überstehen und versuchen, sich so wenig wie möglich zu bewegen. Wer kühle Fliesen im Haus oder in der Wohnung hat, wird seinen Vierbeiner hier oft und gerne liegen sehen. Daher sollte man lange Spaziergänge mit Hundi während der heißen Mittagszeit vermeiden oder auf den Nachmittag verschieben.

Bitte denken Sie als Hundebesitzer daran, dass sich im heißen Sommer auch der Bodenbelag der Straße draußen entsprechend aufheizt. Hunde können sich beim Laufen die empfindlichen Pfotenballen regelrecht verbrennen. Am besten Sie gehen, wann immer möglich, in Schattenbereichen, oder vermeiden eben den Spaziergang in glühender Sonne

Bienen, Hasen und Vögeln wird es auch heiß!

Bienen kann es in ihrem Bienenstock auch ganz schön warm werden. Sie fangen an zu summen, lassen also ihre Flügel vibrieren, um sich abzukühlen.

Durch die Flügelschläge entstehen Luftzüge, die für mehr Zirkulation sorgen. Die Arbeiterbienen positionieren sich oft vor dem Eingang des Bienenstocks und fächeln durch ihren Flügelschlag Luft hinein. Sie nutzen gerne auch Pfützen, um Wasser aufzunehmen.

Tiere wie Hasen nutzen ihre großen Ohren, ihre Löffel, um die Temperatur zu regulieren. Die Ohren werden bei Hitze stärker durchblutet und geben somit Körperwärme wieder ab. Sie verstecken sich bei großer Hitze meist im Schatten. Vögel neigen dazu, sich bei Hitze aufzuplustern. Ihr Gefieder wird regelrecht aufgebauscht, was oft sehr putzig aussieht. Durch die abstehenden Federn kommt Wind besser an die Haut und kühlt ab. Auch nehmen sie gerne ein abkühlendes Bad im Wasser und bewegen sich grundsätzlich weniger.

Der Ausdruck „Schwitzen wie ein Schwein“ ist übrigens völlig unzutreffend. Denn Schweine können gar nicht schwitzen. Auch sie fangen an zu hecheln, um sich abzukühlen und vermeiden ohnehin die direkte heiße Sonne, da sie schnell einen Sonnenbrand bekommen würden. Der Stoffwechsel wird heruntergefahren. Ein kühles Schlammbad schafft immer Linderung. Der Schlamm auf der Haut schützt gleichzeitig gegen Bremsen und Zecken.


Alexandra Pfitzmann
Redaktion Tierpost