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Ein besonderer Gottesdienst: Die „Viecherlmesse“ in München

Viecherlmesse mit Tiersegnung in der St. Maximilians Kirche. Foto: © Nicole Kessler
Viecherlmesse mit Tiersegnung in der St. Maximilians Kirche. Foto: © Nicole Kessler
Aktuelles –

Am Sonntag, den 23. Juni 2013 fand in der St. Maximilians Kirche in München unter dem Namen „Viecherlmesse“ zum vierten Mal ein Tiergottesdienst statt. Zum ersten Mal hatte der Pfarrer Rainer Maria Schießler 2010 einen Gottesdienst für Tiere gehalten.

Von Nicole Kessler. Die große und sehr schöne Kirche an der Isar, die aufgrund ihrer Architektur an „Notre Dame“ in Paris erinnert, war voller Leben. Die Menschen füllten alle Bankreihen und die zahlreichen Hunde lagen seitlich auf den Gängen neben ihren Besitzern. Sogar einige Katzen waren in ihren Transportkörbchen dabei.

Am Anfang der Messe glaubten manche Hunde, noch „mitreden“ zu müssen, aber kurz darauf wurden auch sie still und hörten andächtig zu oder aber sie schliefen selig. Pfarrer Rainer Maria Schießler hielt einen sehr schönen, nachdenklich stimmenden Gottesdienst mit einer Tiersegnung. Auch von der „Streichelbande e.V.“ waren zahlreiche Mitglieder mit ihren Hunden gekommen, und wir hatten sogar die Gelegenheit erhalten, unseren gemeinnützigen Verein und die ehrenamtlichen Besuchsdienste bei Kindern, Senioren und behinderten Menschen vorzustellen: Das machten Christiane Vidacovich als 1. Vorsitzende des Vereins (www.streichelbande.de) und Evelin Paris, die unsere Teilnahme und die Vorstellung mit Pfarrer Schießler organisiert hatte. Mir wurde die Ehre zuteil, in einer kurzen Rede die positiven Wirkungen unserer braven Tiere bei den Menschen zu erklären. Meine Hunde Lea und Sally nahm ich mit nach vorn und Sally ließ sich genüsslich von Hochwürden streicheln. Etwa zur „Halbzeit“ konnte jeder mit seinem Tier oder seinen Tieren zur Segnung zum Pfarrer vorgehen. Obwohl so viele Hunde nun auf engem Raum zusammen waren, blieb es geradezu pietätsvoll ruhig. Schätzungsweise waren zwischen 40 bis 60 Hunde in der Kirche. Die Tiersegnung wurde vorgezogen, damit es für die Bellos und Katzen nicht zu lange wird. Das war vom Pfarrer gut gemeint, aber nicht notwendig, denn alle Tierhalter wohnten dem anschließenden zweiten Teil des Gottesdienstes mit einer Kindstaufe bei.

Im nächsten Jahr wird es wieder einen Tiergottesdienst in dieser Kirche geben, und ich bin mir sicher, dass dann noch mehr zwei- und vierbeinige Kirchgänger dabei sein werden.