Mit kleinen Schritten viel bewirken - Tierfreundlich durch die Osterzeit
Ostern ist für viele ein fröhliches Frühlingsfest, bringt aber auch einige Aspekte mit sich, bei denen Tiere ungewollt zu Schaden kommen können. Ob beim traditionellen Osterfeuer, beim Kauf von Eiern oder bei der Auswahl des Festessens – ein bewusster Blick auf tierfreundliche Alternativen macht oft schon einen großen Unterschied. Mit ein paar einfachen Entscheidungen lässt sich das Fest sowohl genussvoll als auch rücksichtsvoll gestalten.
Osterfeuer gehören für viele Menschen zum Frühling dazu, können jedoch unbemerkt zur Gefahr für Wildtiere werden. Igel, Vögel und andere Kleintiere nutzen aufgeschichtete Holz- und Strauchhaufen gern als geschützten Rückzugsort. Werden diese Haufen über mehrere Tage liegen gelassen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Tiere darin verstecken. Deshalb sollte das Material erst kurz vor dem Anzünden zusammengestellt oder vorab vollständig umgesetzt werden, um sicherzustellen, dass sich keine Tiere darin befnden.
Auch beim Thema Ostereier lohnt sich ein bewusster Blick auf die Herkunft. Die Kennzeichnung auf der Schale zeigt, unter welchen Bedingungen die Hühner gehalten wurden: Biohaltung bietet Auslauf und ökologisches Futter, Freilandhaltung ermöglicht ebenfalls Zugang ins Freie, während Bodenhaltung ausschließlich im Stall stattfndet. Eier aus Käfghaltung bieten den Tieren am wenigsten Platz. Besonders bei bereits gefärbten Ostereiern ist Vorsicht geboten, da sie nicht gekennzeichnet werden müssen und ihre Herkunft daher oft unklar bleibt.
Beim festlichen Osteressen muss es zudem nicht zwingend Lammfeisch sein, auch wenn dies in manchen Regionen als traditionelle Speise gilt. Viele Menschen entscheiden sich aus persönlichen oder ethischen Gründen für pfanzliche Alternativen oder andere Gerichte, ohne dass der festliche Charakter des Essens verloren geht. Ostern lässt sich also tierfreundlich gestalten, ohne auf Genuss oder Tradition verzichten zu müssen.
Eierstempel – Was die Zahlen bedeuten
0 – Biohaltung:
Hühner haben Auslauf im Freien, erhalten ökologisches Futter und leben nach strengeren Tierhaltungsstandards.
1 – Freilandhaltung:
Die Tiere können sich im Stall frei bewegen und haben zusätzlich Zugang zu Außenfächen.
2 – Bodenhaltung:
Die Hühner leben ausschließlich im Stall, können sich dort aber frei bewegen. Kein Auslauf im Freien.
3 – Käfghaltung (Kleingruppenhaltung):
Die Tiere haben am wenigsten Platz und keinen Zugang nach draußen. Diese Form bietet die geringsten Haltungsbedingungen.



