Mitgliederversammlung 2025
Bei herrlichem Sommerwetter fand die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung der Tierrettung München e.V. am 1. Juli 2025 um 19 Uhr in der Dachauer Stube des Löwenbräukellers in München statt.
Die Präsidentin und Stadträtin Dr. Evelyne Menges begrüßte im Namen des Vorstands, insbesondere Vizepräsident Hans Wiblishauser, die erschienen Mitglieder, die Mitglieder des Beirats, die Steuerberaterin sowie die Tierärzte und Assistenten. Sie bedankte sich bei der Cheftierärztin Dr. Ines Holz und dem Ärzte- und Assistententeam für ihren großen unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Tiere, aber auch deren Halter in der Stadt München. Weiterhin betonte sie die Gemeinnützigkeit des Vereins und dessen immer schwerer werdende Finanzierung bei steigenden Kosten, da auch alle immer mehr über die höheren Gebühren stöhnen würden. „Der Tierarzt darf aber nicht der am schlechtesten bezahlte Arzt sein, die Vergütung muss angemessen sein“, so Dr. Menges weiter.
Im Abschluss an ihre herzliche Begrüßung berichteten die Tierärzte über einige besondere Einsätze im Jahr 2024 und Anfang 2025, von denen einige inzwischen hier in der Mitgliederzeitschrift Tierpost veröffentlicht worden sind, wie z. B. der „Fall Molly“ von Dr. Elisabeth Wagmeister in Tierpost 2/2025: Katze Molly war in einer gekippten Balkontür eingeklemmt worden und ist inzwischen komplett genesen. Tierärztin Malgorzata Horvath berichtete ebenfalls von einem Katzeneinsatz im Juli 2024 im Hotel Vierjahreszeiten, wo die Katze eines Hotelgastes kollabierte, auch sie konnte gerettet werden. Dr. Gabor Horvath wurde zu einer Katze gerufen, die nicht mehr fressen wollte und sehr widerspenstig war, er konnte sie jedoch nur mit Hilfe seiner Frau zu zweit behandeln mit anschließendem Happyend.
Berührend war auch der Bericht über die immer schwere Entscheidung von Tierbesitzer und Arzt zur Euthanasie: Beim Mischlingshund Moya war ein Tumor am Herzen diagnostiziert worden, und die Tierrettung München wurde mit dem Wunsch nach Euthanasie gerufen, nachdem man auch die Ultraschallbefunde der Tierklinik gesehen hatte. Der Tierarzt empfand den Zeitpunkt jedoch als noch zu früh und empfahl dem Besitzer, den Hund noch zu verwöhnen, mit ihm eine kurze gemeinsame Zeit zu genießen bis zur endgültigen Entscheidung. Und so wurde es beim dritten Besuch der Tierrettung ein „schöner Abschied“ nach einer stimmigen Entscheidung mit einem letzten Kraulen. Bei dieser Schilderung musste der eine oder andere Anwesende schlucken. Daran schloss sich das Foto von Daphne an, Erinnerung an die kürzlich verstorbene geliebte Hündin von Horvaths.
Dr. Evelyne Menges stellte anschließend das neue Logo der Tierrettung München vor, die sie mit Herzblut vor fast 25 Jahren gegründet hat, nachdem ihre schwarze Großpudelhündin Morle schwer krank war und besonders nachts und am Wochenende große Schmerzen hatte. Sie stellte sich damals die Frage, warum es Notärzte für Menschen, aber keine Notärzte für Tiere gibt! Deshalb ist das Logo überarbeitet und verdeutlicht worden, denn „wir sind nicht nur „Tier-Retter und nicht nur Tierschützer“, sondern wir sind in erster Linie ein tierärztlicher Notdienst“, so die Präsidentin weiter, „deshalb steht der Sanka nun im Mittelpunkt des Logos“.

Die Mitgliederzahlen seien zwar konstant geblieben, aber es müssten doch neue Mitglieder geworben werden. „Denn große Kosten kommen auf uns zu, da ein neuer Sprinter finanziert werden muss.“, so Evelyne Menges eindringlich, „der älteste hat nun 300.000 km geleistet“.
Anschließend folgte der Kassenbericht der Steuerberaterin Fernanda Brey über die Finanzen 2024. Der Geschäfts- und der Kassenbericht 2024 wurde genehmigt und auch der Vorstand für 2024 einstimmig entlastet.









