Junger Turmfalke gerettet – nicht jedes Wildtier braucht sofort Hilfe
Ein orientierungsloser Turmfalke im Münchner Kirchenzentrum Riem konnte eingefangen und in eine Greifvogelauffangstation gebracht werden. Doch nicht immer sind junge Wildtiere tatsächlich in Not. Unsere Tierärztinnen und Tierärzte erklären, worauf Finder achten sollten und wie die App „SOS Wildtier“ bei der ersten Einschätzung hilft.
Orientierungslos irrte dieser junge Turmfalke im Innenhof des Kirchenzentrums München-Riem umher. „Wir haben ihn eingefangen und bringen ihn in eine geeignete Greifvogelauffangstation“, sagen die tierärztlichen Assistenten Maximilian Wiatowski und Charlotta Kneer.
Derzeit erreichen unsere Zentrale in der Herzogstraße täglich viele Anrufe zu Wildtieren. „Die Hilfsbereitschaft der Münchnerinnen und Münchner ist groß, und darüber freuen wir uns sehr“, sagt Cheftierärztin Dr. Ines Holz. „Oft geht es um wichtige Informationen, teilweise aber auch darum, dass völlig gesunde Jungtiere gerettet werden sollen.“
Viele Anruferinnen und Anrufer möchten helfen, aber verständlicherweise nichts falsch machen. Deshalb ist es wichtig, sich zunächst zu informieren und die Situation richtig einzuschätzen. Wir empfehlen unter anderem die App sos-wildtier.de, die eine erste Orientierung bietet und dabei hilft, zu erkennen, wann ein Wildtier tatsächlich Hilfe benötigt.



