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Katzenmutti mit Kindbettfieber

Rettungseinsätze –

Katzenmutti „Lina“ hat vor einiger Zeit fünf gesunde Welpen zur Welt gebracht. Über den ganzen Tag stoßen die süßen Kleinen ans Gesäuge und saugen auch noch den letzten Tropfen daraus ab. Das dies auch der Mutter sehr zusetzen kann, musste Frau Bunic aus München- Pasing leidvoll erfahren. Dr. Wieland Beck

Die Kätzin wurde nach der Geburt zusehends schwächer und zeigte kaum noch Appetit. Als dann am Wochenende das arme Tier auch noch fiebrig wurde, entschloss sich die Besitzerin, den Nottierarzt der „Tierrettung München“ anzurufen, weil sonst kein Veterinär in der Nähe erreichbar war. Schon kurz darauf stand der feuerrote Einsatzwagen der ersten tierärztlichen Notfallambulanz in Deutschland vor der Tür. Die Kätzin hatte über 40°C Fieber und zeigte eine hochgradige Entzündung der Gesäugeleiste. Aber was tun? Schließlich kann man doch die Jungen nicht verhungern lassen, gerade auch, weil in der Muttermilch so viele Nähr- und Abwehrstoffe enthalten sind. Um die Katzenmutti zumindest ein bisschen zu entlasten, wurde die Beschaffung von „Katzenmilch“ empfohlen, damit die Jungen nicht den ganzen Tag am Gesäuge zubringen, aber trotzdem durchgebracht werden können. Die Kätzin wurde sogleich antibiotisch behandelt und bekam außerdem ein fiebersenkendes Mittel.

Sollte die Entzündung des Gesäuges (Mastitis) nicht zurückgehen und auch das Tier nicht wieder zu Kräften kommen, dann muss unbedingt die gynäkologische Tierklinik in der Veterinärstrasse in Schwabing aufgesucht werden. Es bleibt aber zu hoffen, dass die Beschwerden durch das rasche Eingreifen des Nottierarztes rasch abklingen und eine stationäre Behandlung überflüssig ist.