Notfalleinsatz bei Tiffy – Alarm im Darm
Ende September rief uns eine Katzenbesitzerin an, weil sich der Zustand ihrer zweijährigen MaineCoon-Katze Tiffy trotz Vorbehandlung wegen Erbrechen und Schlappheit nicht gebessert hatte.
Die Kollegin hatte zu einem erneuten Tierarztbesuch geraten, falls keine Besserung eintritt.
Tiffy war weiterhin apathisch und fraß nicht. Vor Ort fanden wir eine lethargische Katze mit blassen, pappigen Schleimhäuten, verlängerter kapillärer Rückfüllzeit, leichter Untertemperatur und einem schmerzhaften, auffälligen Bauch. Wir führten sofort ein Notfalllabor durch und stellten erhöhte Nieren- und Laktatwerte sowie eine deutliche Austrocknung fest. Tiffy erhielt eine Infusion, und wir empfahlen der Besitzerin dringend die sofortige Vorstellung in einer Klinik. Unter Dauertropfinfusion brachten wir die Katze zur weiteren Diagnostik in die Tierklinik. Dort wurde eine Invagination des Darms festgestellt, bei der ein Darmabschnitt in den nächsten rutscht und einen gefährlichen Darmverschluss verursacht. Die betroffenen Darmteile mussten operativ entfernt werden.
Nach sieben Tagen Klinikaufenthalt wurde Tiffy mit einer Magensonde nach Hause entlassen. Glücklicherweise geht es ihr inzwischen wieder relativ gut, und sie erholt sich zuhause von den Strapazen der letzten Wochen.

